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Pater Peter Gruber - 33 Jahre Krankenhauskaplan![]() Der Kapuziner Peter Gruber ist am 18. Jänner in einem einmaligen Festakt im Allgemeinen Krankenhaus Meran nach 33 Dienstjahren verabschiedet worden. Er geht in eine „virtuelle“ Pension, wie es heißt, denn es wurde ihm erlaubt, auch in Zukunft im Krankenhaus zum seelischen Wohl der Kranken zu wohnen. Ein großes Fest, zu dem alle kamen, Bischof Dr. Karl Golser, das leitende Personal, Ärzte und Patienten, Krankenpfleger und Köche. Die Herzlichkeit der Feier war einmalig, selbst Ärzte und Krankenschwestern beteiligten sich an verschiedenen Sketch-Spielen, durch welche in humorvoller Weise die Originalität des Kapuziners ausgedrückt wurde. Es war ein Familienfest mitten im sonst eher grauen Krankenhausalltag. Das Ganze begann mit einer hl. Messfeier, dann ging es in den Saal der Mensa, wo wirklich „alle“ ihn erwarteten. Von der Küche war ein herrliches Stehbuffet hergerichtet worden, am großen Bildschirm konnte man Details zur Feier sehen. Sein ganzer Lebenslauf wurde vorgetragen, als Kind wäre er in einer Ritsch beinahe ertrunken – sein Vater hat ihn oft die steilen 4 Wegstunden zur Muttergottes nach Weißenstein getragen, um seine Gesundheit zu erflehen. Peter hat auch ein schweres Fußleiden davongetragen. Als Kapuziner hat sich Peter oft in origineller Weise eingesetzt, z.B. in der Pfarrseelsorge. Schon dort feierte er das ganze bürgerliche Brauchtum während des Jahres, als Nikolaus oder Weihnachtsmann, mit der lebenden Krippe oder als Kaminspatz, immer Heiterkeit und Freude vermittelnd. Bei der Predigt kochte er sich einmal einen duftenden Kaffee (ohne Strom kein Kaffee!), doch als sein italienischer Priesterfreund in der späteren Messe dasselbe tun wollte, funktionierte die verstopfte Kaffemaschine nicht mehr, zur großen Gaudi nicht nur der Kinder. Dankesschreiben von verschiedensten Seiten, besonders aber sehr persönlich gehaltene Briefe vieler Pflegerinnen und Pfleger sowie der Patienten ließen sogar Tränen fließen. Kurz und treffend drückte sich Herr Professor und Arzt Oscar Pieramico aus: „Wenn wir Ärzte manche Krankheiten kurieren können, dann kann Padre Pietro die schwierigste heilen – die Verzweiflung.“ Wie viele Stunden am Polsterzipfel eines Kranken hat er verbracht, wie vielen Kindern als Bajazzo oder väterlicher Freund Freude vermittelt, mit seiner Gitarre Lieder gesungen, wie viel gesegnet und die Hände aufgelegt. Vor allem Sterbenden konnte in unnachahmlicher Weise beistehen, auch den Verwandten und Bekannten. Dass er zuweilen keine Zeit mehr fand oder an den Grenzen des kirchlich Erlaubten stand, sei auch vermerkt. Obwohl er es mit seinem Kapuzinerorden nicht immer leicht tat, zeigte er sich immer bewusst und überzeugt als Kapuziner. Peter war auch landauf landab sehr gesucht als Vortragsredner. Durch seine originelle Art und gute Sprachkenntnisse war es immer ein Erfolg. ![]() Bekannter Höhepunkt seiner Darbietungen war immer die Ankündigung des Todes mit einem Schlag auf einen gewaltigen Gong, den er mit seiner Gitarre immer mit sich schleifte. Wie viele Leute werden diesen Gongschlag unvergessen mit sich tragen bis in den eigenen Tod. Von allen „Deinen“ Kranken, wie Du immer sagtest, Dank und Anerkennung Dir! |
Aus der Provinz Hineinschnuppern ins Ordensleben? einfach genial Sie suchen ein passendes Ostergeschenk? Aus dem Orden Kapuziner in Pucón/Chile wohlauf Tsunami 2004: Das Wunder von Aceh Bei den Chinesen und Muslimen Neue DVD über die Kapuziner Deutschland: Erklärung zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Ordensangehörige. Ansprechpartner benannt. Franciscans International: Afghanistan braucht Kampf gegen die Armut |




